FREISTADT. Jede achte bis
neunte Frau muss damit rechnen, einmal in ihrem Leben mit
der Diagnose Brustkrebs konfrontiert zu werden. Das Um
und Auf dabei ist die Früherkennung eines Karzinoms.
weiß der Radiologe Primarius Dr. Klaus Hönig aus Freistadt.
"Es ist falsch zu glauben, dass man mit Brustkrebs unheilbar
krank ist", betont Hönig. "Je früher die Erkrankung entdeckt
wird, umso größer ist die Chance auf Heilung." Neben der sehr
wichtigen Selbstuntersuchung der Brust und der regelmäßigen
Untersuchung durch den Gynäkologen sind auch die Mammographie und Ultraschall-Untersu-
chungen die Mittel der Wahl, um Brustkrebs in einem möglichst
frühen Stadium zu erkennen.
Scheu vor Druck auf Brust
"Leider ist es so, dass viele
Frauen nicht oder erst spät zur
Mammographie gehen", weiß Primar Hönig aus Erfahrung. "Manche glauben,
ihnen kann es ohnehin nicht passieren, an Brustkrebs zu erkranken. Häufig
herrscht aber auch wegen des nötigen Drucks auf die Brust eine
gewisse Scheu vor dieser Untersuchung vor." Dabei braucht
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 Primarius Dr. Klaus Hönig misst der Früherkennung von Brustkrebs größte
Bedeutung bei. Die regelmaßige Mammographie (Bild) trägt viel dazu bei.
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wo alle Frauen zur Untersuchung
gebeten werden", so Hönig Es bedarf also der Eigeninitiative der
Frauen, die nicht erst einsetzen sollte, wenn sich Veränderungen
an Haut oder Brustwarze oder Knoten bemerkbar machen. Dann
muss abgeklärt werden, ob es sich um eine Zyste oder einen Tumor
handelt, und ob eine Operation nötig ist. Der erfahrene Arzt führt im
LKH Freistadt und in seiner Wahlarzt-Praxis jährlich rund 600 bis
700 Mammographien durch und bildet sich ständig weiter. Rund
zehn bis 15 Frauen mit Brustkrebs werden pro Jahr im LKH Freistadt
operiert. "Die Heilungschance hängt von Größe und Beschaffenheit
des Tumors ab. Wir haben in Osterreich eine sehr niedrige Mortalität. Je früher der Krebs erkannt
wird, umso besser", so Hönig.
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| heute keine Frau mehr Angst vor
der Mammographie zu haben. Hönig: "Man kann dabei sehr gut
auf das Schmerzempfinden jeder Frau Rücksicht nehmen." Der
Druck auf die Brust ist nötig, um am Röntgenbild auch die kleinsten
Verdichtungen im Gewebe erkennen zu können.
Ab welchem Alter ist eine Mammographie überhaupt anzuraten?
"Grundsätzlich gilt, dass ab dem 35. Lebensjahr eine Basis-Mammographie durchgeführt werden soll.
Sie dient als Vergleich für spätere Untersuchungen", erklärt der Radiologe.
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Ist eine Frau durch die Familiengeschichte erblich
vorbelastet, kann die Mammographie bereits ab dem 20. Lebensjahr durchgeführt
werden. Dann sollten die freiwilligen Vorsorge-Untersuchungen im Abstand von ein bis
zwei Jahren erfolgen. Risiko-Faktoren sind Rauchen, Fettleibigkeit,
ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel. Die Hormonersatztherapie im Wechsel kann
ebenfalls das Risiko zu erkranken erhöhen. "In Österreich gibt es leider
kein flächendeckendes Brustkrebs-Screening wie in Holland,
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